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Bei Google in der eigenen Stadt gefunden werden

So sorgst du dafür, dass Kundschaft aus deiner Stadt dich bei Google findet – ganz ohne Technikstudium und teure Agentur.

15. Juli 20267 Min. Lesezeit
Blick durch das Fenster einer Bäckerei auf zwei Mitarbeiter bei der Arbeit
Foto: Sevki Kaan Arslan / Pexels

Wenn jemand in deiner Stadt nach "Friseur in der Nähe", "Elektriker Regensburg" oder "Café mit Frühstück Mainz" sucht, entscheidet sich in diesem Moment, ob du dabei bist oder deine Konkurrenz. Die gute Nachricht: Du kannst da ganz ohne Werbebudget mitspielen. Es kostet dich vor allem etwas Zeit und Sorgfalt am Anfang – danach läuft es weitgehend von allein.

Dein wichtigstes Werkzeug: das Google-Unternehmensprofil

Das ist der Eintrag, der bei Google und auf Google Maps auftaucht – mit Name, Öffnungszeiten, Telefonnummer und Bewertungen. Er ist kostenlos, und für lokale Suchen ist er wichtiger als jede Website.

So richtest du ihn ein:

  1. Geh auf google.com/business und melde dich mit einem Google-Konto an (falls du keins hast, leg eins an – dauert fünf Minuten).
  2. Such nach deinem Betrieb. Vielleicht existiert schon ein Eintrag, den du nur noch "beanspruchen" musst.
  3. Google will bestätigen, dass es deinen Betrieb wirklich gibt. Meistens läuft das heute über ein kurzes Video, in dem du dein Geschäft, dein Werkzeug und die Umgebung zeigst. Je nach Betrieb bietet Google auch Telefon, E-Mail oder eine Postkarte an – welcher Weg dir angeboten wird, entscheidet Google, du kannst ihn dir nicht aussuchen. Folge einfach dem Weg, den dir das Profil anzeigt. Erst nach der Bestätigung bist du in der Suche und auf Maps sichtbar.

Fülle das Profil dann vollständig aus. Wirklich alles: Kategorie (z. B. "Bäckerei", nicht nur "Geschäft"), genaue Öffnungszeiten inklusive Feiertage, Telefonnummer, Website und ein paar ehrliche Fotos. Ein Profil mit echten Bildern vom Laden, vom Team und von deiner Arbeit wird deutlich häufiger angeklickt als eins ohne.

Warum Bewertungen so viel bewegen

Google zeigt Betriebe mit vielen guten, aktuellen Bewertungen weiter oben – und Kundschaft klickt eher auf jemanden mit 4,7 Sternen als auf einen Eintrag ganz ohne Sterne. Du musst dafür nichts kaufen oder tricksen. Frag einfach freundlich.

Ein Beispiel: Ein Malerbetrieb legt nach jedem abgeschlossenen Auftrag eine kleine Karte mit einem QR-Code hin, der direkt zur Bewertungsseite führt. Dazu ein Satz: "Wenn Sie zufrieden waren, freuen wir uns riesig über ein paar Zeilen bei Google." Das reicht oft schon.

  • Frag im richtigen Moment – direkt nach einer gelungenen Arbeit oder einem netten Gespräch.
  • Mach es leicht: Link per WhatsApp schicken oder QR-Code auf die Rechnung drucken.
  • Antworte auf Bewertungen, auch auf die kritischen. Sachlich und freundlich. Das lesen künftige Kund:innen mit.
Zehn ehrliche Bewertungen von echten Kund:innen sind mehr wert als hundert gekaufte – und gekaufte Bewertungen können dich sogar deinen Eintrag kosten.

Deine Stadt und deine Leistung müssen im Text stehen

Google versteht nur, was du auch schreibst. Wenn nirgends steht, dass du in Kassel sitzt und Fahrräder reparierst, kann Google dich schlecht bei "Fahrradwerkstatt Kassel" anzeigen.

Konkret heißt das:

  • Schreib deinen Ort und deine wichtigsten Leistungen ganz normal in deine Texte – auf der Website, im Profil, in der Beschreibung. Also lieber "Wir sind deine Fußpflege im Norden von Bremen" statt nur "Willkommen bei uns".
  • Nenn auch benachbarte Orte, wenn du dorthin lieferst oder Kundschaft von dort kommt: "Wir beliefern Bremen und das Umland bis Delmenhorst."
  • Achte darauf, dass Name, Adresse und Telefonnummer überall exakt gleich geschrieben sind – im Google-Profil, auf der Website, in Branchenverzeichnissen. Mal "Str." und mal "Straße" verwirrt Google.

Übertreib es aber nicht mit dem Ortsnamen. Wenn du "Klempner Augsburg" zwanzigmal in einen Absatz quetschst, wirkt das für Menschen wie für Google unnatürlich. Schreib so, wie du auch mit Kundschaft sprichst.

Halte dein Profil lebendig

Ein Eintrag, der seit zwei Jahren unverändert ist, wirkt auf Google wie ein Laden mit Staub im Schaufenster. Du musst nichts täglich tun, aber ein bisschen Pflege lohnt sich:

  1. Lade alle paar Wochen ein neues Foto hoch – die neue Speisekarte, ein fertiges Projekt, das Team.
  2. Nutz die "Beiträge"-Funktion im Profil für kurze Hinweise: Betriebsurlaub, neue Öffnungszeiten, ein Angebot.
  3. Aktualisiere Öffnungszeiten sofort, wenn sich etwas ändert. Nichts ärgert Kundschaft mehr als eine verschlossene Tür trotz "geöffnet" bei Google.

Womit du diese Woche anfangen kannst

Du musst nicht alles auf einmal machen. Nimm dir diese Reihenfolge vor:

  1. Google-Unternehmensprofil einrichten oder beanspruchen und komplett ausfüllen.
  2. Fünf zufriedene Stammkund:innen persönlich um eine Bewertung bitten.
  3. Prüfen, ob Ort und Leistung klar auf deiner Website stehen – und ergänzen, wo es fehlt.

Wenn du das über zwei, drei Wochen umsetzt, wirst du meist schon Bewegung sehen: mehr Anrufe, mehr Klicks auf die Route, mehr Laufkundschaft, die sagt "Ich hab Sie bei Google gefunden".

Und falls du gerade merkst, dass deine Website den Ort und deine Leistungen gar nicht richtig benennt: Bei Foliovo kannst du dir eine schlichte, saubere Seite bauen, auf der genau das leicht funktioniert. Nötig ist das aber nicht – der wichtigste Schritt bleibt dein Google-Profil, und das kostet dich keinen Cent.

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