← Zurück zum Magazin

Texte & Fotos

Die Website aktuell halten, ohne viel Aufwand

So hältst du deine Website mit wenig Zeit auf dem neuesten Stand – mit klaren Routinen, kleinen Schritten und einem simplen Plan.

23. Juli 20264 Min. Lesezeit

Eine veraltete Website kostet dich Kundschaft, ohne dass du es merkst. Wenn auf deiner Seite noch die Öffnungszeiten von vor zwei Jahren stehen oder die Speisekarte längst überholt ist, wirkt das schnell so, als wäre der Betrieb gar nicht mehr aktiv. Die gute Nachricht: Du musst dafür kein Technikprofi sein und auch nicht jede Woche stundenlang basteln. Mit ein paar festen Handgriffen bleibt deine Seite fast von allein aktuell.

Trenne, was sich ändert, von dem, was steht

Der größte Zeitfresser entsteht, wenn wichtige Infos an verstreuten Stellen stehen. Überleg dir einmal in Ruhe, welche Angaben sich bei dir überhaupt regelmäßig ändern – und welche eher selten.

Ein Beispiel: Bei einer Bäckerei ändern sich die Sortiments-Highlights und vielleicht Feiertags-Öffnungszeiten häufig. Die Adresse, die Telefonnummer und die Geschichte des Betriebs bleiben dagegen jahrelang gleich.

  • Selten geändert: Adresse, Anfahrt, „Über uns“, Leistungen im Groben.
  • Öfter geändert: Öffnungszeiten an Feiertagen, aktuelle Angebote, freie Termine, News.

Wenn du diese Bereiche sauber trennst, weißt du sofort, wo du hinmusst, wenn sich etwas ändert. Du suchst nicht mehr durch die halbe Seite, sondern gehst direkt zur richtigen Stelle. Achte auch darauf, dass eine Info wie die Telefonnummer nur an einer zentralen Stelle steht und nicht dreimal – sonst vergisst du beim Aktualisieren garantiert eine.

Bau dir eine kleine Routine statt großer Aktionen

Websites verwahrlosen selten, weil jemand faul ist. Sie verwahrlosen, weil „mal alles aktualisieren“ nach viel Arbeit klingt und deshalb immer wieder verschoben wird. Der Trick ist, große Aufgaben in winzige, regelmäßige zu zerlegen.

Bewährt hat sich ein einfacher Rhythmus:

  1. Kurz und oft: Wenn sich etwas ändert – neue Öffnungszeit, ausgebuchte Termine, neues Angebot – trag es sofort ein. Zwei Minuten, direkt erledigt.
  2. Einmal im Monat, 15 Minuten: Setz dir einen festen Termin, zum Beispiel den ersten Montag im Monat. Du überfliegst die Startseite und die Kontaktseite: Stimmt alles noch? Gibt es tote Links? Ist ein Angebot abgelaufen?
  3. Einmal im Jahr, eine Stunde: Einmal gründlich durchgehen. Sind die Fotos noch aktuell? Passt der Text zu dem, was du heute machst? Steht irgendwo noch ein Mitarbeiter, der längst weg ist?

Trag dir diese Termine wirklich in den Kalender ein – am besten als wiederkehrende Erinnerung. Ein Elektrobetrieb, der jeden Monat kurz draufschaut, hat nie das Problem, dass die Seite plötzlich komplett überarbeitet werden muss.

Nutze Dinge, die sich selbst aktualisieren

Am wenigsten Arbeit macht das, was du gar nicht anfassen musst. Überleg, welche Infos du sowieso an anderer Stelle pflegst, und verknüpfe sie mit deiner Seite, statt sie doppelt zu tippen.

  • Öffnungszeiten und Feiertage: Pflegst du dein Google-Unternehmensprofil, halte dort die Zeiten aktuell. Viele Leute finden dich ohnehin zuerst über die Suche, nicht über die Website.
  • Termine und Veranstaltungen: Ein Kegelverein, der seine Termine in einem einzigen Kalender führt, kann diesen auf der Website einbinden, statt jedes Event von Hand nachzutragen.
  • Social Media: Wenn du regelmäßig auf einer Plattform postest, kann ein Ausschnitt davon auf der Website eingebunden werden. So sieht die Seite lebendig aus, obwohl du nur einmal etwas gepostet hast.

Wichtig: Weniger ist hier mehr. Bau nur ein, was du wirklich pflegst. Ein eingebundener Terminkalender, der leer ist, sieht schlimmer aus als gar keiner.

Weniger Inhalt heißt weniger Pflege

Viele Seiten machen Arbeit, weil sie zu viel enthalten. Jede zusätzliche Unterseite, jede Aktion, jede Jahreszahl im Text ist etwas, das eines Tages veraltet. Frag dich bei jedem Inhalt ehrlich: Muss das sein?

Eine schlanke Website mit vier aktuellen Seiten wirkt professioneller als zehn Seiten, von denen die Hälfte veraltet ist.

Ein paar Dinge, die dir dauerhaft Pflege ersparen:

  • Schreib zeitlose Formulierungen. Statt „seit über 20 Jahren“ lieber „seit 2003“ – das musst du nie wieder anpassen.
  • Verzichte auf ein Datum wie „Stand: Frühjahr“, wenn du es nicht wirklich pflegst.
  • Lösch abgelaufene Aktionen sofort, statt sie stehen zu lassen.
  • Halte die „Aktuelles“-Seite klein, wenn du weißt, dass du selten postest. Eine leere News-Seite schadet mehr, als sie nützt.

Wenn du bei der Erstellung schon an die Pflege denkst, sparst du dir später enorm viel. Eine Seite, die von Grund auf so gebaut ist, dass du geänderte Infos leicht selbst eintragen kannst, macht den Unterschied zwischen „läuft nebenbei“ und „liegt mir wie ein Stein im Magen“.

Genau das ist übrigens der Gedanke hinter Foliovo: Websites, bei denen das Aktualisieren so einfach bleibt, dass du es tatsächlich machst – und nicht immer weiter aufschiebst.

Weitere Beiträge

Lieber bauen lassen?

Erzähl uns kurz von deinem Unternehmen und sieh in Sekunden eine echte, fertige Website.

Kostenlose Vorschau erstellen