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Gefunden werden

Google-Unternehmensprofil einrichten und pflegen

So richtest du dein kostenloses Google-Unternehmensprofil ein und pflegst es, damit Kund:innen dich bei der Suche zuverlässig finden.

26. Juli 20264 Min. Lesezeit

Wenn jemand in deiner Nähe nach einem Elektriker, einer Bäckerei oder einem Steuerberater sucht, entscheidet oft dein Google-Unternehmensprofil darüber, ob du auftauchst — mit Öffnungszeiten, Telefonnummer und dem kleinen Kartenausschnitt. Das Profil ist kostenlos, und wenn du es gut pflegst, ist es für viele kleine Betriebe wichtiger als die eigene Website. Denn die meisten Leute rufen einfach an oder tippen die Adresse ins Navi, ohne vorher lange zu klicken.

Hier bekommst du eine ehrliche Anleitung: einrichten, sinnvoll ausfüllen und regelmäßig pflegen — ohne dass es zur Dauerbaustelle wird.

So legst du dein Profil an

Du brauchst ein Google-Konto (das kann ein bestehendes sein) und suchst nach "Google Unternehmensprofil". Dort trägst du deinen Betrieb ein. Zwei Dinge sind gleich zu Beginn wichtig:

  • Der genaue Name. Nimm den Namen, unter dem dich Kund:innen kennen — also "Bäckerei Sommer", nicht "Bäckerei Sommer – beste Brötchen der Stadt, günstig, frisch". Solche Zusätze sind nicht erlaubt und wirken unseriös.
  • Die Kategorie. Wähle die Hauptkategorie, die deinen Betrieb am besten trifft, zum Beispiel "Elektriker" oder "Friseursalon". Du kannst später weitere Kategorien ergänzen, aber die Hauptkategorie sollte stimmen.

Anschließend musst du bestätigen, dass der Betrieb wirklich dir gehört. Google schickt dazu je nach Fall eine Postkarte mit Code, bietet einen Anruf oder ein kurzes Video an. Ohne diese Bestätigung wird dein Profil nicht vollständig angezeigt — also unbedingt durchziehen.

Was wirklich ins Profil gehört

Fülle die Grunddaten sorgfältig aus. Klingt banal, aber genau hier passieren die meisten Fehler, die Kund:innen verärgern.

  1. Adresse und Servicegebiet. Hast du ein Ladengeschäft, gib die Adresse an. Fährst du zu den Kund:innen (etwa als Maler oder mobiler Fußpfleger), kannst du stattdessen ein Servicegebiet festlegen — zum Beispiel deine Stadt und die Nachbarorte.
  2. Öffnungszeiten. Trag sie genau ein und denk an Sonderzeiten: Feiertage, Betriebsurlaub, Brückentage. Nichts ärgert mehr, als vor einer verschlossenen Tür zu stehen, obwohl Google "geöffnet" anzeigt.
  3. Telefon und Website. Eine erreichbare Nummer ist Pflicht. Wenn du eine Website hast, verlinke sie.
  4. Beschreibung. In ein paar Sätzen: Was machst du, für wen, seit wann? Schreib normal und ehrlich, keine Schlagwort-Aneinanderreihung.
  5. Leistungen und Produkte. Ein Kegelverein kann hier seine Trainingszeiten und Angebote nennen, ein Restaurant seine Küche. Je konkreter, desto eher findet dich die passende Suche.

Fotos: der unterschätzte Faktor

Menschen wollen sehen, worauf sie sich einlassen. Ein Profil mit echten Fotos wirkt sofort vertrauenswürdiger als eines ohne. Du brauchst kein Fotostudio — ein Smartphone bei Tageslicht reicht.

  • Die Ladenfront, damit man dich vor Ort wiedererkennt
  • Ein Blick in den Innenraum: Werkstatt, Gastraum, Wartebereich
  • Deine Arbeit: das fertig geflieste Bad, die Torte, der frisch geschnittene Kopf (mit Einverständnis der Person)
  • Gern auch ein Foto von dir oder dem Team — Gesichter schaffen Nähe

Lade lieber ein paar gute Bilder hoch als zwanzig verwackelte. Und tausche sie ab und zu aus, damit das Profil lebendig bleibt.

Bewertungen: nicht ignorieren, aber auch nicht fürchten

Bewertungen kommen von selbst, ob du willst oder nicht. Du kannst sie nicht abschalten, aber du kannst darauf reagieren — und genau das solltest du tun.

Eine kurze, freundliche Antwort zeigt jedem, der später mitliest: Hier kümmert sich jemand.

Bei einer positiven Bewertung reicht ein ehrliches Dankeschön. Bei Kritik gilt: ruhig bleiben, sachlich antworten, keine Diskussion vom Zaun brechen. Ein Beispiel: Beschwert sich jemand über lange Wartezeit im Café, antworte etwa "Danke für die Rückmeldung, an dem Tag war viel los — wir arbeiten daran, das besser zu takten." Das wirkt professionell, auch wenn die Kritik überzogen war. Bewertungen zu kaufen oder Freunde massenhaft schreiben zu lassen, ist keine gute Idee und kann nach hinten losgehen. Bitte lieber echte, zufriedene Kund:innen persönlich um eine Bewertung.

Pflegen, ohne dass es zur Last wird

Ein Profil ist kein einmaliges Projekt, aber auch kein tägliches. Nimm dir ein festes Ritual:

  • Sofort ändern, wenn sich etwas Wichtiges ändert: neue Telefonnummer, andere Öffnungszeiten, Umzug.
  • Einmal im Monat kurz reinschauen: Neue Bewertungen beantworten, vielleicht ein frisches Foto hochladen.
  • Vor Feiertagen die Sonderöffnungszeiten eintragen.

Achte außerdem darauf, dass deine Angaben überall gleich sind — Name, Adresse und Telefonnummer sollten auf deiner Website genauso stehen wie im Profil. Widersprüche stiften Verwirrung.

Wenn du magst, kannst du auch die kleinen Beiträge nutzen, die Google anbietet, um auf eine Aktion oder ein Angebot hinzuweisen. Das ist nett, aber kein Muss. Wichtiger sind korrekte Grunddaten und echte Fotos — damit hast du schon fast alles richtig gemacht.

Übrigens: Wenn du deine Website und dein Google-Profil aufeinander abstimmen möchtest, helfen wir dir bei Foliovo gern weiter — aber die Einrichtung des Profils schaffst du auch selbst gut in einer ruhigen Stunde.

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