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Die eigene Website

Was eine Website wirklich kostet: 3 Wege im Check

Agentur, Baukasten oder Alternative? Was hinter den Kosten einer Website steckt und wie du für dein Geschäft die passende Wahl triffst.

18. Juli 20264 Min. Lesezeit

Bevor du dich für einen Weg entscheidest, hilft ein ehrlicher Blick auf die drei Möglichkeiten: eine Agentur beauftragen, selbst mit einem Baukasten bauen oder einen Dienst nutzen, der dir das meiste abnimmt. Jeder Weg hat einen anderen Preis — und zwar nicht nur in Euro, sondern auch in Zeit, Nerven und in dem, was du danach selbst pflegen musst. Genau das übersehen die meisten, wenn sie nur auf die erste Rechnung schauen.

Die Kosten sind mehr als der Anschaffungspreis

Eine Website ist kein einmaliger Kauf wie ein neuer Ofen für die Bäckerei. Es kommen laufend Dinge dazu. Rechne bei jeder Variante mit diesen Posten:

  • Die Erstellung: einmalig, egal ob du zahlst oder deine eigene Zeit investierst.
  • Domain und Hosting: laufende Gebühren, damit deine Seite überhaupt im Netz erreichbar ist.
  • Pflege und Updates: Öffnungszeiten ändern, neue Fotos, ein kaputter Link. Das hört nie ganz auf.
  • Deine eigene Zeit: der am häufigsten unterschätzte Posten. Ein Abend, den du am Rechner sitzt, ist ein Abend, den du nicht im Betrieb bist.

Wenn du diese vier Punkte für jede Variante durchgehst, siehst du den echten Preis — nicht nur die schöne Zahl aus dem Angebot.

Die Agentur: viel Abnahme, wenig Eigenarbeit

Eine Agentur macht dir die Arbeit ab. Du erklärst, was dein Elektrobetrieb anbietet, lieferst Fotos und Texte (oder lässt sie schreiben), und bekommst am Ende eine fertige Seite. Das ist bequem, und wenn du dich mit Technik gar nicht anfreunden willst, oft die stressärmste Lösung.

Achte aber auf zwei Dinge, die später teuer werden können:

  • Wer pflegt die Seite danach? Wenn du für jede Änderung — neue Handynummer, geänderte Öffnungszeiten — die Agentur beauftragen musst, summiert sich das. Frag vorher, ob du selbst kleine Dinge ändern kannst.
  • Wem gehört das Ergebnis? Kläre, dass Domain und Website dir gehören und du sie mitnehmen kannst, falls ihr euch trennt.

Für wen sich das lohnt: Betriebe mit besonderen Anforderungen (Online-Terminbuchung, Shop, viele Unterseiten) oder Menschen, die den Kopf lieber komplett frei haben wollen.

Der Baukasten: günstig im Einkauf, teuer in der Zeit

Baukästen versprechen, dass du deine Seite selbst zusammenklickst. Das klingt verlockend, weil die monatlichen Gebühren oft niedrig wirken. Der Haken steckt woanders: Du bist selbst dran.

Ein typischer Ablauf beim Kegelverein, der es selbst versucht: Der Kassenwart nimmt sich ein Wochenende vor, kommt gut voran, verzettelt sich dann aber bei der Frage, warum die Seite auf dem Handy anders aussieht als auf dem Laptop. Aus dem Wochenende werden drei. Und ein Jahr später traut sich niemand mehr, etwas zu ändern, weil keiner weiß, wie es damals eingerichtet wurde.

Das ist kein Argument gegen Baukästen — sondern eine Warnung, deine Zeit realistisch einzurechnen. Wenn du gern tüftelst und Freude daran hast, kann ein Baukasten eine sehr solide Wahl sein. Wenn dich Technik nervt, wird der niedrige Preis schnell durch Frust und verlorene Abende aufgefressen.

So prüfst du, ob ein Baukasten zu dir passt

  1. Setz dir ein festes Zeitfenster, etwa zwei Abende, und probier die kostenlose Testphase aus.
  2. Versuch, eine einzige echte Änderung zu machen — zum Beispiel deine Öffnungszeiten einzutragen.
  3. Wenn dich das mehr genervt als gefreut hat, ist das eine ehrliche Antwort.

Die Alternative dazwischen

Zwischen "alles selbst" und "alles abgeben" gibt es Dienste, die einen Mittelweg anbieten: Sie erstellen dir eine einfache, saubere Website und kümmern sich um den technischen Kram im Hintergrund, während du bei den Inhalten mitredest. Das passt gut für kleine Betriebe, die keine zehn Unterseiten brauchen, sondern eine ordentliche Visitenkarte im Netz — mit Öffnungszeiten, Leistungen, Kontakt und einem guten ersten Eindruck.

Der Vorteil: Du zahlst nicht für Dinge, die du nie nutzt, und musst dich trotzdem nicht selbst durch Menüs quälen.

Wie du für dich entscheidest

Stell dir drei ehrliche Fragen:

  • Wie viel Zeit habe ich wirklich? Nicht die Zeit, die du dir wünschst, sondern die, die neben dem Betrieb übrig bleibt.
  • Wie oft ändert sich etwas? Ein Restaurant mit wechselnder Karte braucht andere Möglichkeiten als ein Fliesenleger mit stabilem Angebot.
  • Was passiert, wenn etwas kaputtgeht? Hast du jemanden, der hilft, oder stehst du allein da?

Die günstigste Rechnung ist selten die günstigste Lösung. Rechne immer Zeit und Pflege mit ein, dann triffst du eine Entscheidung, die auch in zwei Jahren noch stimmt.

Frag bei jedem Angebot: Was zahle ich heute, was zahle ich jedes Jahr, und was muss ich selbst tun?

Foliovo ist übrigens genau als dieser Mittelweg gedacht — eine einfache Website ohne technischen Aufwand für dich. Ob das zu deinem Betrieb passt, entscheidest am besten du selbst anhand der drei Fragen oben.

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